Am 19.11.2024 wurden der Einsatz und das Engagement des NABU Bernkastel-Wittlich mit zwei Klimaschutzpreisen von Westenergie prämiert. Die Projekte „Picknick gegen Plastikmüll“ sowie „Schutz und Lebensraum für Insekten“ erzielten zusammen ein Preisgeld in Höhe von 800 Euro.

Das Projekt „Picknick gegen Plastikmüll“ macht auf die verherenden Folgen des Plastikmülls für Natur und Mensch aufmerksam und bietet eine Plattform zum Ideenaustausch, wie Plastik vermieden werden kann und welche Alternativen genutzt werden können. Auch im Sommer 2025 wird im Wittlicher Stadtpark wieder ein „Picknick gegen Plastikmüll“ stattfinden. Lust zum Snacken gegen Plastikmüll? Sei dabei!

Bei der Aktion „Schutz und Lebensraum für Insekten“ verschenkte der NABU 450 insektenfreundliche Sträucher und Bäume an die BürgerInnen des Landkreises Bernkastel-Wittlich. Ziel ist es, die BürgerInnen an der Schaffung von Lebensräumen für Insekten zu beteiligen und somit die Artenvielfalt zu fördern. Interesse an insektenfreundlichen Sträuchern und Bäumen in Ihrem Garten? Im Herbst 2025 stellen wir wieder Sträucher und Bäume für Sie zur Verfügung.
(Julika Patzelt-Hecker)

an zwei abendlichen Terminen fanden mit dem ehemaligen Förster Willi Zimmermann für Naturinteressierte kurze Exkursionen zu den Brunftgebieten des Rotwildes im Hunsrück statt.
Es war sehr beeindruckend, das volltönende, laute Röhren der männlichen Hirsche aus den verschiedenen Einständen der Tiere zu erleben. Vor allem am 20.09. war dies bei sternklarem Himmel und spektakulärem Vollmond ein ganz besonderes Erlebnis. Die Begeisterung bei den Teilnehmern:innen war entsprechend groß und die vielen interessierten
Fragen wurde gerne von Förster Zimmermann beantwortet. Der NABU Bernkastel-Wittlich bedankt sich herzlich für das Interesse und die Bereitschaft von Herrn Zimmermann, der dieses besondere Erlebnis ermöglicht hat.
(Claudia Heine)
Am Samstag den 24.08.2024 lädt der NABU Bernkastel-Wittlich in den Stadtpark Wittlich zum Protestpicknick gegen Plastikmüll ab 9:00 Uhr ein.
Wir unterstützen die deutschlandweite Initiative des WWF.
Interessierte werden gebeten eine Picknickdecke und ihre Speisen und Getränke mitzubringen. Bitte verzichten Sie dabei soweit wie irgend möglich auf Plastik. Wir freuen uns auf einen regen Austausch, wie man im Alltag Plastik vermeiden kann. Wer nicht auf die Decke möchte, findet im Stadtpark genügend Sitzgelegenheiten.
Plastikmüll und seine Folgen betrifft uns alle. Seit dem Jahr 2000 wurde genau so viel Kunststoff produziert, wie in allen Jahren seit der Erfindung des Plastiks, doch die gesundheitlich unbedenkliche Entsorgung ist ungeklärt. Einer australischen Studie nach nimmt der Mensch pro Woche 2000 wurde
genau so viel Kunststoff produziert, wie in allen Jahren seit der Erfindung des Plastiks, doch die gesundheitlich unbedenkliche Entsorgung ist ungeklärt. Einer australischen Studie nach nimmt der Mensch pro Woche 2000 Plastikteilchen über die Nahrung, Trinkwasser und Luft auf. Bereits jetzt ist ein Viertel der in Plastik enthaltenen Chemikalien als gefährlich eingestuft. Daher ist es an der Zeit der Bundesregierung und der Industrie zu verdeutlichen, dass viele Menschen in Deutschland es als dringend nötig erachten, die Plastikflut zu stoppen.
Lassen Sie uns picknicken! Snacken gegen Plastikmüll!

Am vergangenen Samstag, dem 10.08.2024, haben neun NABU-Mitglieder in einer gemeinschaftlichen Aktion in hochsommerlicher Hitze das Mähgut von unserer Streuobstwiese im Naturschutzgebiet Wehlen entfernt. Mit vielen Händen war die schweißtreibende Arbeit zügig erledigt und blieb für alle erträglich. Mit einem anschließenden Picknick im Grünen belohnten sich die Teilnehmer in gemütlicher Runde.
Aber wozu machen wir uns diese Mühe? Immer wieder kommt die Frage auf, ob man nicht gerade im Naturschutzgebiet der Natur freien Lauf lassen sollte.
Ja, auch uns kommt der Gedanke, wenn zum Teil noch blühende Wiesen zwar insektenschonend mit dem Balkenmäher „umgelegt“ werden, um dann zu Heu zu werden.
Die Ökologie stellt klar: extensiv genutzte Wiesen sind in der Agrarlandschaft ein gefährdeter Lebensraum

Tausende von Heuschrecken, Bienen und Faltern, die sich auch auf unserer 3000 m² großen Fläche tummeln, wären ohne diese Pflege nicht dort. Viele Vögel fänden dann nicht ihre Nahrung usw.
Seit 1995 steht eine Gesamtfläche von 129 ha bei Wehlen im Wesentlichen auf Betreiben von Dr. Manfred Lieser, unserem ehemaligen Vorsitzenden, unter strengem Schutz.
Die Rechtsverordnung begründet den Schutzzweck unter anderem mit der „[…] Erhaltung und Entwicklung der größten zusammenhängenden weitgehend extensiv genutzten Streuobstwiesen an der Mittelmosel und ihrer angrenzenden ‚Gebüsch- und Laubwaldformationen wegen
Über das Argument, die "Biodiversität im Gebiet zu erhalten und zu fördern“ hinaus, weist eine aktuelle Studie des Helmholtz-Zentrums auch auf die große Bedeutung extensiv genutzten Grünlandes im Zusammenhang mit dem Klimawandel hin. Darüber berichtete die Tagesschau am 11.08.2024 in einem Interview mit dem Wittlicher Biobauern Paul Brandsma vom Demeterhof Breit.
(Kurt Valerius)
Bei bestem Wetter starteten die Teilnehmer:innen auf den für den seltenen Apollofalter wichtigen Wanderkurs. Leider konnten diesmal keine Apollofalter gesichtet werden und auch nur wenige andere Falter. Dafür waren die Teilnehmer:innen von einer geradezu explodierenden Natur umgeben. Und auch zwei juvenile und eine adulte Smaragdeidechse zeigten sich. Eine Teilnehmerin kam als Bienenspezialistin auf ihre Kosten; es gab reichlich Wildbienenarten zu beobachten
Ein toller Wanderweg, der unbedingt weiterzuempfehlen ist.

5 Erwachsene und 1 Kind fanden sich an diesem sonnigen Samstagmorgen auf der Plattener Ausgleichfläche neben dem Gelände der Kiesgrube Bandemer ein.
Wir wurden vom wunderbaren Gesang mehrerer Nachtigallen empfangen. Drei sehr veralgte Kunststoffkübel, die wir im letzten Jahr vergraben hatten, waren relativ schnell gereinigt und wiederbefüllt und teilweise angeschüttet, damit sie nun ebenerdig liegen.
Die Kübel vor dem Wall Richtung Kiesgrube ließen wir unangetastet, weil sich in einem davon bereits eine Gelbbauchunke eingefunden hatte. In einem Folienteich entdeckten wir die nächste, dann gleich noch ein
Pärchen in flagranti bei der Kopulation und noch eine weitere. In den eher flachen "Pfützen" auf dem Gelände wimmelte es teilweise von Mini-Kaulquappen, ich nehme an, Kreuzkröten-Larven.
Beim Rundgang haben wir dann noch eine Bekassine aufgescheucht, deren Art sich offensichtlich auf dem Gelände wohl fühlt, da ich vor einigen Wochen dort bereits mehrere gesichtet habe.
Eine schöne Aktion auf einem äußerst interessanten Gelände!
Vielen Dank den kleinen und großen Helferinnen und Helfern.
(P. Kampka)

Nach bereits erfolgter Entbuschung Ende Februar erfolgte der Abschluss der Pflegemaßnahmen an einem sonnigen Vorfrühlingstag auf unserem Gelände in der Flur Feberwald der Gemarkung Osann-Monzel.
Zahlreiche Helfer:innen, ausgerüstet mit Sägen, Scheren und weiterem notwendigem Equipment waren erschienen, um das Gebiet wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen. Die Streuobstwiese wurde im Laufe der Jahre arg von Bäumen und hohem Buschwerk zugewachsen. Auch galt es, vorhandene Obstbäume wieder durch einen maßvollen Auslichtungsschnitt in die Lage zu versetzen, neue Triebe zu bilden und so wieder reichhaltig Obst zu produzieren. Dabei half der zertifizierte Baumwart Ulrich Ruskowski. Mit verschiedenen Sägen und mit Seilzeug gesichert machte er sich ans Werk und brachte mehrere unserer Obstbäume wieder in Form.
Den anfallenden Astschnitt verwendeten unsere fleißigen Helfer:innen, um eine schöne, bereits angelegte Benjeshecke zu vervollständigen. Damit bietet sich vielen Vögeln und Insekten die Möglichkeit, den nun ökologisch aufgewerteten Lebensraum zu besiedeln.
Nach der Arbeit kam auch das Gesellige nicht zu kurz und mit einem guten Gefühl, einen kleinen Beitrag für den Erhalt bedrohter Landschaften und die Artenvielfalt geleistet zu haben, fuhren wir wieder nach Hause.
Allen Helfer:innen nochmals vielen Dank für ihren engagierten Beitrag.
(Volkhard Wiele)