Aktuelles

Einladung zur Mitgliederversammlung

Burgen, am 26.07.2024

Die Hasenmühle in Burgen / Foto: H. Mager
Die Hasenmühle in Burgen / Foto: H. Mager

 

Freunde und Freundinnen des NABU Bernkastel-Wittlich,

 

im Namen des Vorstandes lade ich Sie zu unserer Jahreshauptversammlung am Freitag, den 26.07.2024, ab 18:00 Uhr auf der Hasenmühle, Mühlenweg 1 in 54472 Burgen ein. Im weitläufigen Naturgarten der ehemaligen Wassermühle haben wir die Möglichkeit in gemütlicher Runde Ideen und Gedanken auszutauschen.

 

Um 18:00 Uhr gibt es für Interessierte eine Führung um und durch die Hasenmühle (Dauer ca. 45 Minuten) mit zahlreichen Informationen zu Geschichte und Technik der Wassermühle. Im Anschluss ab 19:00 Uhr beginnt dann die eigentliche Jahreshauptversammlung mit folgenden Tagesordnungspunkten.

 

1. Begrüßung

2. Tätigkeitsbericht

3. Kassenbericht und Entlastung des Vorstandes

4. Vorstandswahlen

5. Termine/Aktionen für das laufende Jahr

6. Verschiedenes

 

Allen unseren Mitgliedern gilt mein Dank für die Unterstützung der Naturschutzarbeit. Dann bleibt mir nur zu wünschen, möglichst viele auf unserer diesjährigen Hauptversammlung begrüßen zu können.

 

Herzliche Grüße

 

 Kurt Valerius

(1. Vorsitzender)


Exkursion auf dem Apolloweg in Valwig

Valwig, 23. 06.2024

Bei bestem Wetter starteten die Teilnehmer:innen auf den für den seltenen Apollofalter wichtigen Wanderkurs. Leider konnten diesmal keine Apollofalter gesichtet werden und auch nur wenige andere Falter. Dafür waren die Teilnehmer:innen von einer geradezu explodierenden Natur umgeben. Und auch zwei juvenile und eine adulte Smaragdeidechse zeigten sich. Eine Teilnehmerin kam als Bienenspezialistin  auf ihre Kosten;  es gab reichlich Wildbienenarten zu beobachten

 

Ein toller Wanderweg, der unbedingt weiterzuempfehlen ist.


Kein Schutz im Schutzgebiet – Rodungsarbeiten am Rittersbach bei Schladt

Ein Beitrag von Alexandra Hamann im Juni 2024

Rodung am Rittersbach / Foto: Alexandra Hamann
Rodung am Rittersbach / Foto: Alexandra Hamann

Der Rittersbach in der südlichen Vulkaneifel fällt unter § 30 des Bundesnaturschutzgesetzes und ist damit ein schützenswerter Bereich – doch damit nicht genug. Es handelt sich außerdem um ein sogenanntes FFH-Gebiet, geschützt nach der europäischen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie im Rahmen von NATURA 2000, einem EU-weiten Netz von Schutzgebieten „zur Erhaltung gefährdeter oder typischer Lebensräume und Arten“.

 

Bis vor gut einer Woche war selbst für absolute Laien nachvollziehbar, was dieses wild-verwunschene Biotop so besonders macht. ..

 

Lesen Sie hier den gesamten Beitrag.


Exkursion zu den Gelbbauchunken

Hetzhof, 01.06.2024

Adulte Gelbbauchunke /Foto: Peter Kampka
Adulte Gelbbauchunke /Foto: Peter Kampka

Mit 5 Erwachsenen und 2 Kindern war es ein kleines Grüppchen, das bei diesig-bewölktem Himmel den Erfolg des Wintereinsatzes für die Gelbbauchunken entdecken wollte: 17 adulte Unken an den gesäuberten

Tümpeln, maximal 4 in einem Tümpel sind der Beweis für den Erfolg langjährigen Einsatzes vieler Helfer:innen unseres AK Gelbbauchunken.

 

In einem Blaumeisenkasten entdeckten wir noch eine misslungene Brut, die 8 winzigen Eier lagen am Boden des Kastens unter dem Nistmatrial. Erfolgreicher waren da wohl Kleiber in dem anderen Kasten, hier blieb

lediglich ein unbefruchtetes Ei zurück.

 

(Peter Kampka)


Pflege Gelbbauchunken-Habitat

Platten, 13.04.2024

Unkensex auf der Hand von Peter K. / Foto: H. Mager
Unkensex auf der Hand von Peter K. / Foto: H. Mager

5 Erwachsene und 1 Kind fanden sich an diesem sonnigen Samstagmorgen auf der Plattener Ausgleichfläche neben dem Gelände der Kiesgrube Bandemer ein.

 

Wir wurden vom wunderbaren Gesang mehrerer Nachtigallen empfangen. Drei sehr veralgte Kunststoffkübel, die wir im letzten Jahr vergraben hatten, waren relativ schnell gereinigt und wiederbefüllt und teilweise angeschüttet, damit sie nun ebenerdig liegen.

 

Die Kübel vor dem Wall Richtung Kiesgrube ließen wir unangetastet, weil sich in einem davon bereits eine Gelbbauchunke eingefunden hatte. In einem Folienteich entdeckten wir die nächste, dann gleich noch ein

Pärchen in flagranti bei der Kopulation und noch eine weitere. In den eher flachen "Pfützen" auf dem Gelände wimmelte es teilweise von Mini-Kaulquappen, ich nehme an, Kreuzkröten-Larven.

 

Beim Rundgang haben wir dann noch eine Bekassine aufgescheucht, deren Art sich offensichtlich auf dem Gelände wohl fühlt, da ich vor einigen Wochen dort bereits mehrere gesichtet habe.

 

Eine schöne Aktion auf einem äußerst interessanten Gelände!

Vielen Dank den kleinen und großen Helferinnen und Helfern.

 

(P. Kampka)



Pflegemaßnahmen auf verbuschter Streuobstwiese

Osann-Monzel, 09. März 2024

Foto: K. Valerius
Foto: K. Valerius

 

Nach bereits erfolgter Entbuschung Ende Februar erfolgte der Abschluss der Pflegemaßnahmen an einem sonnigen Vorfrühlingstag auf unserem Gelände in der Flur Feberwald der Gemarkung Osann-Monzel.

 

Zahlreiche Helfer:innen, ausgerüstet mit Sägen, Scheren und weiterem notwendigem Equipment waren erschienen, um das Gebiet wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen. Die Streuobstwiese wurde im Laufe der Jahre arg von Bäumen und hohem Buschwerk zugewachsen. Auch galt es, vorhandene Obstbäume wieder durch einen maßvollen Auslichtungsschnitt in die Lage zu versetzen, neue Triebe zu bilden und so wieder reichhaltig Obst zu produzieren. Dabei half der zertifizierte Baumwart Ulrich Ruskowski. Mit verschiedenen Sägen und mit Seilzeug gesichert machte er sich ans Werk und brachte mehrere unserer Obstbäume wieder in Form.

 

Den anfallenden Astschnitt verwendeten unsere fleißigen Helfer:innen, um eine schöne, bereits angelegte Benjeshecke zu vervollständigen. Damit bietet sich vielen Vögeln und Insekten die Möglichkeit, den nun ökologisch aufgewerteten Lebensraum zu besiedeln.

 

Nach der Arbeit kam auch das Gesellige nicht zu kurz und mit einem guten Gefühl, einen kleinen Beitrag für den Erhalt bedrohter Landschaften und die Artenvielfalt geleistet zu haben, fuhren wir wieder nach Hause.

 

Allen Helfer:innen nochmals vielen Dank für ihren engagierten Beitrag.

 

(Volkhard Wiele)

 


Weißstörche in Morbach wieder eingetroffen

04. März 2024

Fotot: H. Mager
Fotot: H. Mager

Dieses Jahr sind sie besonders früh dran, das Weißstorchenpaar aus Morbach-Weiperath. Und sie sind beide fast zeitgleich eingetroffen.

 

Nach der erfolgreichen Aufzucht von drei Jungtieren im letzten Sommer hoffen wir auch in diesem Jahr auf Nachwuchs.

 

Unmittelbar nach ihrer Ankunft haben die Störche mit der Renovierung ihres Nestes begonnen. Zu diesem Zwecke werden die benachbarten Felder, Wiesen und Gehölze nach geeignetem Baumaterial abgesucht.


Wildsträucherpflanzung auf neuer Grünlandfläche

Bettenfeld, 25. November 2023

Foto: V. Wiele
Foto: V. Wiele

Im August dieses Jahres wurde nahe dem Hinkelsmaar, in der Gemarkung Bettenfeld, eine artenreiche Wildblumenwiese auf einem ehemaligen Acker eingesät.

 

Um einen weiteren Baustein für ein artenreiches Biotop hinzuzufügen, entschlossen wir uns am Rande des Ackergeländes eine Hecke mit heimischen Gehölzen anzulegen.

 

Dem Wetterbericht zufolge war Eile geboten, da das bisher eher milde Novemberwetter drohte, durch sinkende Temperaturen in winterliche Bereiche zu fallen.

 

Kurz entschlossen sammelten sich einige unserer Mitglieder auf besagtem Gelände und hoben fleißig Pflanzlöcher aus. Wie zu erwarten hatte bereits Schneefall eingesetzt und das Gebiet mit einer dünnen Schneedecke überzogen. Der Boden war jedoch noch frostfrei, so dass wir gut vorankamen.

 

Um einer möglichst vielfältigen Insektenwelt abwechslungsreichen Lebensraum zu bieten, fiel die Auswahl der Heckensträucher breit gefächert aus. Es wurden Kornelkirsche, Roter Hartriegel, Korbweide, Purpurweide, Vogelbeere, Rote Heckenkirsche und Weißdorn gepflanzt.

 

In der Hoffnung, dass die Vogel- und Insektenwelt unser Engagement zu schätzen weiß, verließen wir leicht durchgefroren die winterliche Eifel.

 

(Volkhard Wiele)

 


Pflanzaktion im Wehlener Naturschutzgebiet „Streuobstwiesen“

Wehlen, 11. November 2023

Foto: H. Wiele
Foto: H. Wiele

Nachdem im Winter 2022 unser neu erworbenes Grundstück von Baum- und Heckenbewuchs befreit wurde, war es an der Zeit, diese Fläche wieder in ihren ursprünglichen Zustand zu versetzen. Es war angedacht hier wieder alte Apfelsorten anzusiedeln. Das Hanggelände verläuft in Nord-Südrichtung, hat einen tiefgründigen Boden (nicht zu trocken) und weist ein günstiges moseltypisches Klima für den ertragreichen Anbau alter Apfelsorten auf.

 

Am 11.Nov.2023 war es dann so weit. Mitglieder und Freunde des NABU Region Bernkastel-Wittlich e.V. fanden sich ein, um 9 Apfelbaum-Hochstämme in den Boden zu bringen. Die Sorten Goldparmäne, Roter Trierer Weinapfel, Baumanns Renette, Champagner Renette, Dülmener Herbstrosenapfel, Hauxapfel, Prinzenapfel, Goldrenette Blenheim und ein Wiesenapfel sollten für eine Bereicherung in den Wehlener Obstwiesen sorgen.

 

Der Wettergott hatte auch ein Einsehen und bescherte uns reichlich Sonnenschein. Da es Tage zuvor heftig regnete, war der Boden gut durchfeuchtet, was zum einen den Aushub erleichterte, zum anderen auch einen guten Start für die Apfelbäumchen erwarten lässt.

 

Nach getaner Arbeit und einer kleinen Stärkung in geselliger Runde beendeten wir den Tag mit dem guten Gefühl einen kleinen Beitrag zum Erhalt der Wehlener Streuobstwiesen geleistet zu haben.

 

(Volkhard Wiele)

 


Ein schwarzer Tag für die Verbraucher

Ein Kommentar der ARD Tagesschau Redaktion vom 22. November 2023

Nach dem Aus fürs Pestizidgesetz im Europäischen Parlament in Straßburg tun Konservative und Bauernorganisationen so, als wäre nun alles gut - weil Lebensmittel billig bleiben. Aber: Es geht um eine potenzielle Gefahr für Leib und Leben.

 

Zum Kommentar: https://www.tagesschau.de/kommentar/pestizide-eu-102.html


Der Vogel des Jahres 2024 ist... der Kiebitz

05. Oktober 2023

Kiebitz (Vanellus vanellus) / Foto: NABU/CEWE/Volker Schlär
Kiebitz (Vanellus vanellus) / Foto: NABU/CEWE/Volker Schlär

Deutschland hat gewählt: Der künftige Vogel des Jahres 2024 wird der Kiebitz sein – damit löst er ab Januar den amtierenden Jahresvogel, das Braunkehlchen, ab. Fast 120.000 Menschen haben sich an der vierten öffentlichen Vogelwahl vom NABU und seinem bayerischen Partner, dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV), beteiligt.

 

Auf den Kiebitz entfielen dabei 33.289 Stimmen (27,8 Prozent), 27.404 (22,9 Prozent) auf den Steinkauz, 25.837 (21,5 Prozent) für das Rebhuhn, 23.239 (19,4 Prozent) auf die Rauchschwalbe und 10.152 (8,5 Prozent) für den Wespenbussard.

 

„Wieder haben weit über 100.000 Menschen aus ganz Deutschland an unserer öffentlichen Vogelwahl teilgenommen. Das Interesse an der heimischen Vogelwelt ist ungebrochen. Darüber freuen wir uns sehr“, sagt Leif Miller, NABU-Bundesgeschäftsführer.