Ankündigungen und Aktionen


Fr., 22.09.2017 - 18:00 Uhr, Morbach: Mitgliederversammlung

Liebe NABU-Mitglieder, liebe Freunde der Ortsgruppe Wittlich,

 

der Einzugsbereich unserer Ortsgruppe ist recht groß und wie die Erfahrung der vergangen Jahre gezeigt hat, macht es dies vielen Mitgliedern schwer, aktiv an den Veranstaltungen teilzunehmen, die ja vorwiegend in der näheren Umgebung von Wittlich stattfinden. Das gilt besonders für den Bereich Morbach. Darüber haben Mitglieder in jüngster Zeit vermehrt diskutiert und nach Lösungen gesucht.

In einer Mitgliederversammlung soll diese Diskussion nun fortgeführt werden. Dabei könnte eine Neugründung einer Ortsgruppe Morbach oder als Übergangs- oder Dauerlösung ein Arbeitskreis Mosel-Hunsrück das Ergebnis sein.

Was die beste Wahl ist, kann heute wohl noch keiner sagen. Dennoch begrüßt es der Vorstand des NABU Wittlich, wenn damit die Arbeit des Naturschutzbundes auch verstärkt in dieser Region stattfindet und allen Naturfreunden dort eine Mitarbeit erleichtert wird.

Ein erstes Treffen, zu dem alle Mitglieder und Interessierte herzlichst eingeladen sind, findet am Fr., dem 22.9.2017, in Morbach, Hunolstein 72 statt.
Beginn: 18:00 Uhr

Eine Anmeldung im Terminplaner oder telefonisch unter 06533 955516 ist erwünscht.

 

 

Herzliche Grüße

 

Sabine Lütt, Matthias Lilienmond, Kurt Valerius


Di., 3.10.2017: Herbstwanderung des NABU-Wittlich - Mürmes-Rundwanderweg

In diesem Jahr findet am Dienstag, dem 3.10.2017, unsere alljährliche Herbstwanderung statt. Sie führt uns diesmal rund um das NSG Mürmes auf dem Mürmes-Rundwanderweg. Das 1975 unter Schutz gestellte Moor hat eine interessante Geschichte und ist für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten unserer Heimat einer der wenigen Rückzugsorte, der Spezialisten dieses Lebensraumtyps günstige Bedingungen bietet, für die sich der NABU Daun schon seit den 70er-Jahren einsetzt und es auch heute noch betreut. Die Führung leitet unser Mitglied Hanspeter Mussler.

Treffpunkt 1:   9:30 Uhr, Wittlich: Parkplatz gegenüber der Bungert-Tankstelle (Friedrichstraße)

Treffpunkt 2:   10:00 Uhr, Ellscheid: An der Dorfkirche

Dauer der Wanderung: Etwa 3 Stunden.

Im Anschluss an die Wanderung wollen wir noch in einem Café oder Restaurant in gemütlicher Runde den Exkursionstag ausklingen lassen.

Bitte festes Schuhwerk, Fernglas und Rucksackverpflegung mitbringen.

Um eine Anmeldung im Terminplaner wird gebeten.


Eine Schlange auf meinem Grundstück - muss ich Angst haben?

- Ein Interview mit dem Vorsitzenden des NABU Wittlich von L. Valerius - 

Foto: NABU/ Birgit Christophersen
Foto: NABU/ Birgit Christophersen

Nicht selten kommt es vor, dass man beim Spazieren oder auch im eigenen Garten auf eine Schlange trifft. Bei manch einem erregt solch eine Begegnung Ekel oder sogar Angst. Aber ist das wirklich nötig? Mit gutem Gewissen kann man sagen, dass dies in der Regel nicht der Fall ist, denn die meisten in Deutschland vorkommenden Schlangenarten sind völlig ungefährlich für den Menschen. Die häufigste dieser Schlangenarten ist die Ringelnatter. Leider wird sie oftmals nicht als solche erkannt und es besteht unnötigerweise der Verdacht, das Tier sei giftig. Die Ringelnatter (Natrix natrix), die zur Familie der Nattern zählt, ist allerdings alles andere als gefährlich.

Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich über fast ganz Europa sowie große Teile Asiens und vereinzelte Gebiete in Nordafrika. Meist lebt sie in Wassernähe und ernährt sich dort überwiegend von Amphibien. Die unauffällig dunkelgraue Schlange wird durch zwei hellgelbe Halsflecken, den namensgebenden „Ring“ gekennzeichnet. Einige Tiere weisen auch entlang des Körpers dunklere Flecken oder Streifen auf. Die männlichen Schlangen erreichen eine Gesamtlänge von etwa 75 cm, wohingegen die ausgewachsenen Weibchen nicht selten länger als ein Meter sind. Es handelt sich also um eine relativ kleine Schlange, die dennoch auch in unserer Region mehrfach für Beunruhigung gesorgt hat.

 

 

Der NABU Wittlich möchte dieses Missverständnis aufklären. Dazu folgt ein kurzes Interview mit dem Vorsitzenden der Ortsgruppe und Schlangenkenner Kurt Valerius, der erklärt, wie man eine Ringelnatter erkennt und wie man sich verhalten sollte.   zum Interview


Seltener Feenkrebs im Raum Wittlich gefunden

Männchen (links) und Weibchen von B. schaefferi,    Foto: L. Valerius
Männchen (links) und Weibchen von B. schaefferi, Foto: L. Valerius

Wittlich, 17.07.2017: Letzte Woche konnten die Biologen Kurt Valerius und Matthias Weitzel einen seltenen Fund verzeichnen – den vom Aussterben bedrohten Feenkrebs Branchipus schaefferi – und das im Raum Wittlich. Der letzte Nachweis (mündl. C. Faber, Kreisverwaltung Wittlich) dieser Population stammt aus dem Jahr 2007 von L. Simon.

Branchipus schaefferi ist eine äußerst seltene Feenkrebsart, die auf der roten Liste der gefährdeten Tiere steht. Sie ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz §44 geschützt und somit vom Schutzstatus mit der Seltenheit von Wolf und Luchs zu vergleichen. Der unauffällige Kiemenfüßer erreicht eine Größe von etwa 15-20 mm und lebt in temporären Gewässern, die idealerweise nur vier bis acht Wochen bestehen. In dieser kurzen Zeit entwickeln sich die Tiere und legen Eier, die als Dauereier im Sand lagern können, bis nach mehreren Jahren bei Kontakt mit Wasser noch Krebse schlüpfen. Mit dieser Strategie schützt sich die Art vor Fressfeinden und vor allem vor möglicherweise konkurrierenden Arten.

 

Das Vorkommen nahe Wittlich wurde erstmals in den 1980er Jahren entdeckt. Zwischenzeitlich schien die Population durch Veränderung des Lebensraumes wie Verbuschung und Entwässerung erloschen. Durch eine Änderung der Schutz- und Pflegemaßnahmen durch die SGD Nord konnte dieser Lebensraum offensichtlich erfolgreich wiederhergestellt werden, sodass nach Jahrzehnten Larven aus den Dauereiern schlüpften. Mitglieder des NABU Wittlich haben Tiere aus dieser Population seit 1976 nachzüchten können und setzen sich seit Jahren für diese seltene Art ein. Die hohe Anzahl an jetzt gefundenen Tieren lässt sich möglicherweise durch die Krebse günstigen Niederschlagsbedingungen dieses Jahres erklären – auf eine lange Trockenzeit folgte starker Regen.

Gefährdet wird die B. schaefferi vor allem durch den Wege- und Straßenbau. Da die Tiere vor allem in kleinen Pfützen auf sandigem Untergrund vorkommen, bedeutet das Teeren und Schottern solcher Wege oftmals das Ende einer Population. Angesichts des intensiven Ausbaus von Feld- und Waldwegen ist es umso wichtiger, sich für den Schutz dieser und ähnlicher Arten einzusetzen, um das Fortbestehen der biologischen Vielfalt weltweit und auch in unserer Region zu gewährleisten. 

Beispielhafter Lebensraum, Foto: K. Valerius
Beispielhafter Lebensraum, Foto: K. Valerius

L. Valerius     



SWR-Beitrag über unsere Ziegenflüsterin Gertrud Elsen

In der bereits ausgestrahlen Sendung in der Reihe Natürlich berichtete der SWR über die Ziegenhaltung der Familie Elsen. Wer den sehenswerten Beitrag verpasst hat oder ihn nochmals sehen will, kann das Video hier  anschauen.


Die Natur erwacht

Im Nabu (Naturschutzbund) Gruppe Wittlich ist viel passiert und, wie immer, viel zu tun. Der Nachwuchs unserer Kammermünzen-prämierten Ziegen ist im Kindergartenalter. 

Ziegennachwuchs im Kindergartenalter
Foto: NABU Wittlich

Die Zäune einiger Weiden wurden verbessert oder erneuert, dank der Arbeit vieler fleißiger Helfer. Die Streuobstwiesen wurden für das neue Jahr fit gemacht.

Zaunarbeiten
Foto: NABU Wittlich

Bei der Krötenwanderung waren trotz witterungsbedingt verhaltenem  Wandertrieb der Amphibien wieder viele Freiwillige im Einsatz wie auch beim Ausheben neuer Tümpel für die Gelbbauchunken im KondelwaldKaum dass die ersten Frühjahrsblüher ihre Blüten farbenfroh erstrahlen ließen, kamen schon viele Bestäuber, die ihre Wohnungen beziehen wollten, so wie Mauerbienen, eine zu den Wildbienen gehörende Gruppe, die, wie auf dem Foto zu sehen ist, ihre Brut wortwörtlich in diesen vorgebohrten Löchern einmauert.

Foto: NABU Wittlich
Foto: NABU Wittlich

Eine Anleitung zum Bau eines Bienenhotels findet ihr hier

Download
Wildbienen-Nisthilfe.pdf
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Zur Förderung der einheimischen Vogelwelt entstand unter der Leitung des Hobbyornithologen Sebastian Schütz ein neuer Arbeitskreis zum Thema Vogelschutz, der bereits neue Nistkästen für die Wasseramsel installierte.

Montage eines Wasseramsel-Nistkasten
Foto: NABU Wittlich

Als nächstes stehen unsere Wiesen wieder im Mittelpunkt und werden im Zuge des Artenvielfalt-Programms begutachtet.

 

Außerdem sind noch weitere Jungziegen unterwegs, die demnächst sogar in einer Dokumentation im SWR-Fernsehen zu sehen sein werden.

Jungziege demnächst im Fernsehen
Foto: NABU Wittlich

Die diesjährige Jahreshauptversammlung findet am Freitag, dem 28.04., um 19h in der Säubrennerklause in Wittlich statt und thematisiert neben all unserer Aktionen natürlich auch die aktuelle Situation zum Bau von Windanlagen auf dem Ranzenkopf und Herr Schütz wird über die einheimische Vogelwelt, insbesondere über die Wasseramsel referieren. 

Wer weitere Fotos sehen und mehr zu unseren Projekten und Aktionen erfahren möchte, schaue bitte unter den jeweiligen Verlinkungen vorbei. 

Ruth Nagel




Olkenbach, 18.03.2017: Nistkasten-Aktion des AK Vogelschutz

Foto: NABU Wittlich
Foto: NABU Wittlich
Foto: NABU Wittlich
Foto: NABU Wittlich

Neue Behausungen für die Wasseramsel am Alfbach

 

Wenige Singvögel kombinieren so besondere Fähigkeiten wie die Wasseramsel. Sie kann nicht nur singen, sondern auch schwimmen, tauchen und sogar unter Wasser laufen. Ihre Lebensräume an naturnahen Bächen mit steilen Ufern sind jedoch bedroht. Der Arbeitskreis Vogelschutz der Ortsgruppe Wittlich des NABU installiert daher gewässernahe Nisthilfen (s. Bild). Am Alfbach wird der NABU dabei vorbildlich unterstützt vom Ortsteil Olkenbach (Gemeinde Bausendorf), der die Anbringung spezieller Wasseramsel-Kästen an gemeindeeigenen Brücken gestattete. Vielen Dank dafür. mehr Fotos

 

Weitere Informationen über Aktionen der Ortgruppe Wittlich des NABU im Allgemeinen und des Arbeitskreises Vogelschutz im Besonderen finden Sie unter www.nabu-wittlich.de/aktionen. Naturfreunde und Unterstützer sind uns immer willkommen.

                             Markus Thesen

 


25.02.2017 Biotoppflege - Halbtrockenrasen bei Olkenbach

Foto: NABU Wittlich
Foto: NABU Wittlich
Foto: NABU Wittlich
Foto: NABU Wittlich

Bei Olkenbach betreut der NABU Wittlich eine ökologisch besonders wertvolle Fläche. Eine Streu-obstwiese mit Halbtrockenrasen bietet vor allem Insekten, einer vielflältigen Flora und einer artenreichen Vogelwelt Lebensraum. Diesen Lebensraum erhalten wir durch eine extensive Beweidung und, wie hier zu sehen, durch regelmäßigen Rückschnitt von Schlehen- und Brombeersträuchern.


11.02.2017- Biotoppflege Unkentümpel

Wie in jedem Jahr reinigten Mitglieder des NABU Wittlich die Unkentümpel, um sie auf die Laich-saison vorzubereiten. Dies ist die Vorraussetzung für eine erfolgreiche Fortpflanzung der heimischen Gelbbauchunke, die u.a. wegen ihres drastischen Bestandsrückgangs 2014 Lurch des Jahres wurde.

Gelbbauchunken sind auf "neue" Gewässer angewiesen, in denen der Konkurrenz- und Räuberdruck gering ist.

Mit den nun schon seit mehr als 30 Jahren stattfindenden  Maßnahmen ist es dem NABU Wittlich gelungen, eine Unkenpopulation  zu erhalten und deutlich zu  vergrößern.

 

Foto: NABU Wittlich
Foto: NABU Wittlich


NABU-Sommerhighlights 2016

Foto: Gertrud Elsen
Foto: Gertrud Elsen

Auszeichnung mit Kammermünze für besondere Leistung


Am 17.06.2016 erhielt Familie Elsen aus Wittlich-Lüxem die Kammermünze für besondere Leistungen in der Zucht von Landschaftspflegeziegen (Rasse Kaschmir) der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz. mehr



Foto: Ruth Nagel
Foto: Ruth Nagel

NABU-Aktionen, Wanderungen und Exkursionen in Bildern


Die Fotos der letzten NABU-Aktionen sind online:

  • EULLa-Kennarten Exkursion mit Susanne Venz 
  • Familienwanderung durch das Hohen Venn 

mehr


Junges Rotkehlchen - Foto: NABU/Gaby Schröder
Junges Rotkehlchen - Foto: NABU/Gaby Schröder

Ergebnisse zur Stunde der Gartenvögel 2016


Die Stunde der Gartenvögel 2016 ist beendet. Wie viele Vögel welcher Art wurden bundesweit, pro Bundesland oder pro Landkreis gemeldet? Welcher Vogel rückt vor, welcher schwächelt? Interaktive Karten und Listen mit Live-Darstellung der Ergebnisse und Vergleich mit den Vorjahren. mehr





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VOGEL DES JAHRES 2017

VÖGEL IM GARTEN