Heike Löwentraut (Bildhauerin), Annette Fehrholz (1. Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Bengel), Karl-Heinz Sülflow (Kreisgruppenvorsitzender des BUND) und der NABU Wittlich, vertreten durch Volkhard Wiele u. Kurt Valerius hatten zum Mitmachen eingeladen.

 

In Gesprächen mit interessierten Bürgern brachten wir unsere Anliegen vor und machten deutlich, dass es höchste Zeit für "die Agrarwende" ist. Bei den zurzeit stattfindenden Verhandlungen über eine Reform der EU-Agrarpolitik (GAP) geht es um nicht weniger als 60 Milliarden Euro an Steuergeldern, die möglicherweise erneut im "Gießkannenprinzip" an die Agrar-Industrie ausgeschüttet werden. Die Fördergelder dürfen nicht rein der Fläche entsprechend vergeben werden, da dies wesentlich zur Problematik einer zerstörerischen industriellen Landwirtschaft beiträgt und zum Sterben kleiner Betriebe führte und weiter führen wird .

 

Um eine ökologischere Landwirtschaft zu ermöglichen, ist es erforderlich, gezielt solche Betriebe zu fördern, welche sich einer artgerechten Tierhaltung, insektenschonenden Anbaumethoden und einer Erhaltung lebendiger und nachhaltig ertragreicher Böden verschrieben haben.

Es kann nicht sein, dass agrarfremde Investoren aus rein gewinnorientierten Erwägungen, mit Duldung des Staates, immer mehr landwirtschaftliche Flächen erwerben und mittlere Betriebe und Ökobauern aufgeben müssen. Die Folgen der industriellen Landwirtschaft, wie Artensterben durch den hohen Einsatz von Pestiziden, Insektiziden, Fungiziden etc. sind hinreichend bekannt. 

Es gilt für ein solidarisches Europa zu werben und gegen die Betreiber vieler europäischer Schlachthöfe und Mega-Treibhausanlagen zu protestieren und für menschenwürdige Arbeitsbedingungen einzutreten. Die Billigpreise für Fleisch, Gemüse und Obst ermöglichen den Discountern traumhafte Renditen und führen zu einem unfassbaren Tierleid. 

 

Bei vielen Bürgern verstärkten wir das Bewusstsein für die Problematik und warben für Verständnis unserer Anliegen. Auch wenn viele Aussagen verantwortlicher Politiker zurzeit wenig Hoffnung machen und man frustriert über einen fehlenden Willen zum Wandel in der Gesellschaft sein kann, sehen wir die Bewegung "Wir haben es satt", die am gleichen Tag in Berlin protestierte und unsere Aktion, als Erfolg. Nicht zuletzt zeigte sich dies in den vielen zustimmenden Kommentaren unserer Gesprächspartner.