Ungebetene Hausgäste

08.Nov2018 Die Nordamerikanische Kiefernwanze (Leptoglossus occidentalis) zählt zu den Rand- oder Lederwanzen. In Amerika wurde sie bereits im Jahr 1910 beschrieben. Dort breitete sie sich rasch aus und kam Ende der Neunziger Jahre, vermutlich durch den Handel mit Zierkoniferen und anderen Forstpflanzen nach Europa. In Deutschland wurde sie erstmals 2004 nachgewiesen.  Da sie an den Samen der Koniferen saugt und es dadurch zu Verlusten bei der Produktion des Saatgutes kommen kann, ist sie in Baumschulen nicht gerne gesehen. Im heimischen Garten betrachten die meisten Menschen das Insekt als nur lästig, eine Bekämpfung ist nicht erforderlich. Das Sekret der Stinkdrüsen von Leptoglossus occidentalis sondert einen apfel- bis zitronenförmigen Duft ab und wird daher von den meisten Menschen als eher angenehm empfunden.