25.Nov.2018 Eine Studie von Stanislav Rada vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ in Halle und sein Forscherteam zeigt in "Diversity and Distributions", dass die Entwicklungen der Schmetterlingspopulationen sehr unterschiedlich sind.

Die Wissenschaftler haben die Artenvielfalt von Schmetterlingsgemeinschaften in und außerhalb deutscher Natura-2000-Gebiete erfasst. Über einen Zeitraum von elf Jahren untersuchten sie an 245 Beobachtungspunkten 122 Falterarten. Innerhalb dieser Gebiete, die auch landwirtschaftlich genutzte Flächen umfassen, stellten sie die höchste Artenvielfalt (20 Arten) fest. In acht Kilometer Entfernung sank die Zahl der Spezies auf 13 ab. Die gesamte Artenzahl im Untersuchungszeitraum ging allerdings, unabhängig vom Schutzstatus, um zehn Prozent zurück. Dies steht im Einklang mit anderen Untersuchungen in Teilen Europas wie Belgien oder Dänemark. Diese Daten untermauern die "Krefelder Studie" von 2017, die im Nord-Westen der Bundesrepublik einen Artenschwund von 75 Prozent bei bestimmten Insektengruppen in Naturschutzgebieten feststellten. Neben der Intensiv-Landwirtschaft dürften mittlerweile auch noch Klimaveränderungen für ein Verschwinden der Falter verantwortlich sein. Dies ist jedoch noch nicht abschließend geklärt und bedarf weiterer intensiver Forschung.