Beobachtungen am Futterhaus  Anmerkungen zur vorwinterlichen Fütterung

- ein Beitrag von Sebastian Schütz (NABU Wittlich) -

Foto: S. Schütz
Foto: S. Schütz

Bereits seit ca. 5 Wochen sind die Vogelfutter-Stellen im Garten und Vorgarten eingerichtet.

 

Schon gleich zu Beginn der Fütterung stellte sich ein großes Treiben ein: anfangs Blau- und Kohlmeisen, später der Kleiber wissen die Sonnenblumenkerne zu schätzen und füllen ihre winterlichen Fett-Depots auf. Der Kleiber legt auch schon Vorräte an. Einmal konnte ich eine Haubenmeise beobachten, die wohl von dem Treiben am Futterhaus angelockt wurde.

 

Während die Haussperlinge, Buchfinken und ein junger Grünfink es auf die Sonnen-blumenkerne abgesehen haben, lassen sich Rotkehlchen, Heckenbraunelle und Amsel mit Haferflocken ans Futterhaus locken.

 

Diese Beobachtungen unterstreichen aus meiner Sicht die Notwendigkeit einer nicht nur auf die Frost- und Schneetage beschränkten Vogelfütterung. Teilzieher, zu denen auch Meisen und Buchfinken gehören (insbesondere die nördlichen und nordöstlichen Popula-tionen), können sich am Futterhaus stärken und die Standvögel ihre Kraftreserven für schlechtere Zeiten auffüllen. Es fallen in diesem Herbst zudem die Walnüsse in der Umgebung weg, da sie von Spätfrösten im Frühjahr schwer getroffen wurden. Diese sind ein bedeutender Fettlieferant für viele Vogelarten.

 

Wer sich für die Vogelfütterung entscheidet, sollte nicht vergessen, auch Trink- und Badewasser für die gefiederten Gartengäste in flachen Schalen (wenn ein Gartenteich nicht vorhanden) bereitzustellen.

 

Es fallen in diesem Herbst zudem die Walnüsse in der Umgebung weg, da sie von Spätfrösten im Frühjahr schwer getroffen wurden. Diese sind ein bedeutender Fettlieferant für viele Vogelarten.

 

Wer sich für die Vogelfütterung entscheidet, sollte nicht vergessen, auch Trink- und Badewasser für die gefiederten Gartengäste in flachen Schalen (wenn ein Gartenteich nicht vorhanden) bereitzustellen.

 

 

Foto: S. Schütz
Foto: S. Schütz

Seltener Feenkrebs im Raum Wittlich gefunden

Männchen (links) und Weibchen von B. schaefferi,    Foto: L. Valerius
Männchen (links) und Weibchen von B. schaefferi, Foto: L. Valerius

Wittlich, 17.07.2017: Letzte Woche konnten die Biologen Kurt Valerius und Matthias Weitzel einen seltenen Fund verzeichnen – den vom Aussterben bedrohten Feenkrebs Branchipus schaefferi – und das im Raum Wittlich. Der letzte Nachweis (mündl. C. Faber, Kreisverwaltung Wittlich) dieser Population stammt aus dem Jahr 2007 von L. Simon. 

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Die Natur erwacht

Im Nabu (Naturschutzbund) Gruppe Wittlich ist viel passiert und, wie immer, viel zu tun. Der Nachwuchs unserer Kammermünzen-prämierten Ziegen ist im Kindergartenalter. 

Ziegennachwuchs im Kindergartenalter
Foto: NABU Wittlich

Die Zäune einiger Weiden wurden verbessert oder erneuert, dank der Arbeit vieler fleißiger Helfer. Die Streuobstwiesen wurden für das neue Jahr fit gemacht.

Zaunarbeiten
Foto: NABU Wittlich

Bei der Krötenwanderung waren trotz witterungsbedingt verhaltenem  Wandertrieb der Amphibien wieder viele Freiwillige im Einsatz wie auch beim Ausheben neuer Tümpel für die Gelbbauchunken im KondelwaldKaum dass die ersten Frühjahrsblüher ihre Blüten farbenfroh erstrahlen ließen, kamen schon viele Bestäuber, die ihre Wohnungen beziehen wollten, so wie Mauerbienen, eine zu den Wildbienen gehörende Gruppe, die, wie auf dem Foto zu sehen ist, ihre Brut wortwörtlich in diesen vorgebohrten Löchern einmauert.

Foto: NABU Wittlich
Foto: NABU Wittlich

Eine Anleitung zum Bau eines Bienenhotels findet ihr hier

Download
Wildbienen-Nisthilfe.pdf
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Zur Förderung der einheimischen Vogelwelt entstand unter der Leitung des Hobbyornithologen Sebastian Schütz ein neuer Arbeitskreis zum Thema Vogelschutz, der bereits neue Nistkästen für die Wasseramsel installierte.

Montage eines Wasseramsel-Nistkasten
Foto: NABU Wittlich

Als nächstes stehen unsere Wiesen wieder im Mittelpunkt und werden im Zuge des Artenvielfalt-Programms begutachtet.

 

Außerdem sind noch weitere Jungziegen unterwegs, die demnächst sogar in einer Dokumentation im SWR-Fernsehen zu sehen sein werden.

Jungziege demnächst im Fernsehen
Foto: NABU Wittlich

Die diesjährige Jahreshauptversammlung findet am Freitag, dem 28.04., um 19h in der Säubrennerklause in Wittlich statt und thematisiert neben all unserer Aktionen natürlich auch die aktuelle Situation zum Bau von Windanlagen auf dem Ranzenkopf und Herr Schütz wird über die einheimische Vogelwelt, insbesondere über die Wasseramsel referieren. 

Wer weitere Fotos sehen und mehr zu unseren Projekten und Aktionen erfahren möchte, schaue bitte unter den jeweiligen Verlinkungen vorbei. 

Ruth Nagel


Eine Schlange auf meinem Grundstück - muss ich Angst haben?

- Ein Interview mit dem Vorsitzenden des NABU Wittlich von L. Valerius - 

Foto: NABU/ Birgit Christophersen
Foto: NABU/ Birgit Christophersen

Nicht selten kommt es vor, dass man beim Spazieren oder auch im eigenen Garten auf eine Schlange trifft. Bei manch einem erregt solch eine Begegnung Ekel oder sogar Angst. Aber ist das wirklich nötig?  

 

 

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