Der Gewöhnliche Schneeball, auch Dampfbeere genannt, ist sommergrün und erreicht Wuchshöhen zwischen 1,5 m

und 6 m. Er zählt zur Familie der Moschuskrautgewächse und ist in West,- Mittel und Osteuropa, sowie in Mittelasien verbreitet. Unterarten gibt es im fernen Osten an der Pazifikküste Russlands und in Japan. Als Neophyt ist er auch in Nordamerika heimisch.

Im Sommer locken die "Scheibenblumen" zahlreiche Insekten an. Zur Fruchtreife ab August bis in den November werden die Steinfrüchte gerne von Vögeln genommen. Eine Ausnahme macht die Drossel.

Die unreifen Früchte, die Rinde und Blätter des Strauches enthalten Gerb,- und Bitterstoffe, Oxalate, Saponine, Pectin und das Glykosid Viburnin. Die Pflanze gilt als toxisch, gemeinhin als schwach giftig bis giftig (Widersprüchliche Angaben in der Literatur).

Für medizinische Anwendungen werden aus der Rinde krampflösende Arzneien hergestellt. Aus den Beeren, meist nach den ersten Frostnächten geerntet, lassen sich wohlschmeckende Marmeladen und Gelees kochen.

Der Begriff "Dampfbeere" stammt wohl daher, dass zu früheren Zeiten die Beeren als Volksmedizin gegen Asthma und Atemnot (Dampf) verwendet wurden.