Foto: W. Schumann/NABU Wittlich
Foto: W. Schumann/NABU Wittlich

Krötenwanderung vorbei?

 

Nach Darstellung des Amphibienexperten W. Schumann neigt sich die diesjährige Wanderung von Kröte&Co. langsam aber sicher dem Ende zu.  In der Gemarkung Ürzig L 55, Maringer Wies und Baumschule Erbes sind weniger Tiere als

2019 zu verzeichnen.

 

Stand 20. März 2020:

 

Es wurden 1100 Amphibien, darunter 956 Erdkröten, 102 Frösche und 42 Molche gezählt, allerdings fehlen im Vergleich zum Vorjahr ca. 600 Tiere. 

 

Volkhard Wiele

Krötenwanderung sehr verhalten

 

Nach Auskunft des Amphibienbeauf-tragten W. Schumann kommt wegen der Wetterextreme die Krötenwanderung nicht richtig in Gang. Bis jetzt, Stand 04. März 2020, sind lediglich 800 Tiere gezählt worden. Dies ist etwa die Hälfte der üblichen Jahresmenge. Diese Zahlen beziehen sich auf die L 55, Höhe Baumschule Erbes/Asphaltmischwerk und im Bereich Maringer Wies.

Auch im Bereich Schattengraben, der von Herrn Lescher betreut wird, lag die Anzahl der Tiere im zweistelligen Bereich, leider auch die Anzahl der überfahrenen, toten Tiere. 

 

Volkhard Wiele

Amphibien-Frühwanderung an der Landesstraße 55

Was zu befürchten war traf auch ein. Die milden Temperaturen von 13 ° und der häufige Regen der  letzten Tage trug zum Erwachen vieler Kröten, Molche und Grasfrösche bei.

 

Am Nachmittag des 31.Januar 2020 stellte unser Erdkröten-Experte W.Schumann kurzfristig mit NABU-Helfer und Amphibienfreund A.Brojdo gemeinsam Schutzzäune entlang der L55 in Höhe der "Baumschule Erbes" und "Maringer Wies" auf.

 

Wie notwendig das war sah man bereits bei der 1. Sammelaktion von Herrn Brojdo in der Nacht vom 31.Januar auf den 01.Februar 2020. Einhundert Amphibien (Kröten, Grasfrösche und Molche) fielen in die eingegrabenen Eimer und  konnten so über die Straße in ihrer Laichgebiete gebracht werden.


In den darauf folgenden Nächten wurde es wieder kälter und der Drang in die Laichgebiete nahm merklich ab.
Insgesamt konnten 230 Kröten, Grasfröschen und Molchen ein Verkehrstod erspart werden.
Auch außerhalb der Schutzzäune gab es nur vereinzelte Todfunde.

 

Volkhard Wiele